Pferd und Reiter als unschlagbares Team: Vertrauen und Fortschritt

Die Beziehung zwischen Pferd und Reiter ist eine der tiefsten Verbindungen, die ein Mensch zu einem Tier aufbauen kann. Es ist ein Tanz aus Vertrauen, präziser Kommunikation und gemeinsamer Leidenschaft, der weit über den reinen Sport hinausgeht. Bei Reitguru begleiten wir dich dabei, diese Partnerschaft auf ein neues Level zu heben, damit jeder Moment im Sattel und am Boden von Harmonie und Freude geprägt ist.

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Die Magie der Begegnung: Warum die Verbindung so einzigartig ist

Es gibt Momente im Stall, die lassen die Zeit stillstehen. Wenn dein Pferd dir leise entgegenwiehrt, wenn ihr im perfekten Rhythmus über ein Stoppelfeld galoppiert oder wenn ihr nach einer anstrengenden Trainingseinheit gemeinsam zur Ruhe kommt. Diese Magie zwischen Pferd und Reiter ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Zeit, Geduld und tiefem Verständnis. Pferde sind hochsensible Wesen, die unsere Emotionen spiegeln, noch bevor wir sie selbst richtig wahrnehmen. Sie lehren uns Authentizität und Präsenz im Hier und Jetzt.

In dieser Kategorie widmen wir uns dem Kern unseres Hobbys: dem Zusammenspiel zweier Individuen, die zu einer Einheit verschmelzen. Dabei ist es völlig egal, ob du Turniere reitest, entspannte Ausritte genießt oder dich der akademischen Reitkunst verschrieben hast. Das Fundament ist immer dasselbe: Respekt gegenüber dem Lebewesen und die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten. Denn Reiten ist der einzige Sport, bei dem zwei Seelen miteinander kommunizieren müssen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Wir von Reitguru möchten dich inspirieren, diese Reise mit offenem Herzen anzugehen. Wir bieten dir das Wissen, die Tipps und die emotionale Unterstützung, die du brauchst, um für dein Pferd der Partner zu sein, den es verdient. Entdecke, wie du eure Bindung festigst und wie ihr gemeinsam über euch hinauswachsen könnt.

Feine Hilfen: Die Kunst der Verständigung zwischen Pferd und Reiter

Echte Reitkunst beginnt dort, wo die Hilfengebung fast unsichtbar wird. Wenn eine minimale Gewichtsverlagerung oder ein sanftes Anspannen der Muskulatur ausreicht, um eine komplexe Lektion einzuleiten, sprechen wir von echter Harmonie. Doch der Weg dorthin erfordert Disziplin und ein tiefes Studium der pferdischen Biomechanik und Psychologie. Das Pferd versteht keine menschliche Sprache, es versteht Energie, Körpersprache und physische Impulse.

Die Bedeutung des Reitersitzes

Dein Sitz ist das wichtigste Kommunikationsmittel. Nur ein ausbalancierter, losgelassener Reiter kann dem Pferd klare Signale geben, ohne es in seiner Bewegung zu stören. Ein verspannter Rücken oder ein unruhiges Bein führen unweigerlich zu Missverständnissen und Spannungen beim Pferd. Deshalb ist Sitzschulung keine Aufgabe für Anfänger, sondern ein lebenslanger Prozess für jeden Reiter. Wer an seinem Sitz arbeitet, arbeitet direkt an der Zufriedenheit seines Pferdes.

Ein guter Sitz ermöglicht es dir, die Bewegungen des Pferdes nicht nur zu begleiten, sondern sie aktiv zu formen. Dabei geht es nicht um Kraft, sondern um das gezielte Timing. Die Hilfe muss genau in dem Moment kommen, in dem das Pferdebein bereit ist, den Impuls aufzunehmen. Diese Präzision ist es, die aus einem Reiter einen echten Pferdemenschen macht.

Die Psychologie des Pferdes verstehen

Um ein Pferd effektiv zu trainieren, musst du wissen, wie es denkt. Als Fluchttier und Herdenwesen hat das Pferd völlig andere Prioritäten als wir Menschen. Sicherheit und soziale Bindung stehen an oberster Stelle. Ein souveräner Reiter strahlt Ruhe und Bestimmtheit aus, was dem Pferd die nötige Sicherheit gibt, sich auf die gestellten Aufgaben einzulassen. Wenn Pferd und Reiter eine gemeinsame Sprache gefunden haben, verschwinden Angst und Widerstand.

Positive Verstärkung, Pausen im richtigen Moment und ein abwechslungsreiches Training sind die Schlüssel zur Motivation. Ein Pferd, das versteht, was von ihm verlangt wird, und dafür Lob erfährt, wird immer motivierter mitarbeiten als ein Tier, das lediglich Befehle ausführt. Wir zeigen dir, wie du die Mimik und Körpersprache deines Pferdes liest, um euer Training noch individueller und fairer zu gestalten.

Die richtige Ausrüstung: Schnittstelle zwischen Mensch und Tier

Die Ausrüstung ist die physische Verbindung zwischen Pferd und Reiter. Sie soll unterstützen, schützen und die Kommunikation verfeinern. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass jedes Teil perfekt passt. Ein drückender Sattel oder ein unpassendes Gebiss können nicht nur die Leistung schmälern, sondern zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten führen. Qualität und Passform stehen hier an erster Stelle.

Der Sattel als Brücke

Der Sattel muss das Gewicht des Reiters so auf dem Pferderücken verteilen, dass die Wirbelsäule und die Schulterpartie frei bleiben. Er ist die wichtigste Investition, die du tätigst. Ein regelmäßiger Check durch einen Sattler ist unerlässlich, da sich Pferde durch Training, Alter oder Futterzustand ständig verändern. Ein passender Sattel erlaubt es dem Pferd, den Rücken aufzuwölben und mit der Hinterhand aktiv unter den Schwerpunkt zu fußen.

Zäumung und Gebiss

Die Wahl der Zäumung hängt stark vom Ausbildungsstand von Pferd und Reiter ab. Ob klassisch mit Gebiss, gebisslos oder am Knotenhalfter – entscheidend ist die feine Hand des Reiters. Die Trense sollte so verschnallt sein, dass sie keine Nervenpunkte am Kopf einengt und dem Pferd erlaubt, entspannt abzukauen. Wir beraten dich bei Reitguru neutral und fundiert, welche Optionen für euch sinnvoll sind, um eine vertrauensvolle Anlehnung zu finden.

Bekleidung für den Reiter

Auch du als Reiter profitierst von funktionaler Ausrüstung. Eine gut sitzende Reithose verhindert Scheuerstellen und gibt dir durch den Besatz den nötigen Halt. Reitstiefel schützen dein Bein und ermöglichen eine präzise Schenkelhilfe. Das wichtigste Kleidungsstück ist jedoch der Reithelm. Er ist deine Lebensversicherung und sollte bei jedem Ritt, egal wie erfahren du bist, zur Grundausstattung gehören. Moderne Reitbekleidung verbindet heute Sicherheit mit Eleganz und hohem Tragekomfort bei jedem Wetter.

Ausrüstungsgegenstand Funktion für das Pferd Nutzen für den Reiter
Sattel Gewichtsverteilung, Rückenschutz Stabilität, korrekter Sitz
Trense / Gebiss Kommunikation, Anlehnung Präzise Richtungs- und Tempohilfe
Gamaschen / Bandagen Schlagschutz für Sehnen & Beine Sicherheit bei intensivem Training
Reithelm Lebenswichtiger Kopfschutz
Reithose Haftung im Sattel, Bewegungsfreiheit

Training und Disziplinen: Gemeinsam wachsen

Die Vielfalt im Reitsport ist beeindruckend. Jede Disziplin fördert unterschiedliche Talente und stärkt die Bindung zwischen Pferd und Reiter auf ihre eigene Weise. Das Schöne ist: Man muss sich nicht festlegen. Viele Reiter kombinieren Elemente aus verschiedenen Bereichen, um das Training abwechslungsreich und ganzheitlich zu gestalten. Ein Dressurpferd profitiert von kleinen Sprüngen, und ein Springpferd braucht die dressurmäßige Durchlässigkeit, um im Parcours wendig zu bleiben.

Dressur: Die Basis der Harmonie

Dressur ist kein Selbstzweck, sondern dient der Gymnastizierung des Pferdes. Das Ziel ist ein gesundes, tragfähiges Pferd, das bis ins hohe Alter fit bleibt. Durch gezielte Übungen wie Seitengänge, Volten und Tempowechsel wird das Pferd geschmeidig und lernt, sein Gewicht vermehrt auf die Hinterhand zu verlagern. Für dich als Reiter bedeutet Dressur eine ständige Arbeit an der eigenen Konzentration und Körperbeherrschung. Wenn eine Lektion wie von Geisterhand gelingt, ist das ein unbeschreibliches Gefühl der Verbundenheit.

Springen und Vielseitigkeit: Mut und Vertrauen

Beim Springreiten und in der Vielseitigkeit geht es um Action, Rhythmus und ein blindes Vertrauen. Das Pferd muss sich darauf verlassen können, dass du den richtigen Weg und das passende Tempo vorgibst, während du dich darauf verlässt, dass dein Pferd die Kraft und den Mut hat, das Hindernis zu überwinden. Diese Disziplinen schweißen Pferd und Reiter extrem eng zusammen, da man in Sekundenbruchteilen gemeinsam Entscheidungen treffen muss. Es fördert die Reaktionsschnelligkeit und das Balancegefühl beider Partner.

Freizeit- und Geländereiten: Die Natur genießen

Für viele ist das größte Glück, einfach die Seele baumeln zu lassen und die Natur vom Pferderücken aus zu erkunden. Geländereiten erfordert ein hohes Maß an Gelassenheit und Trittsicherheit. Hier zeigt sich, wie stark das Fundament eures Vertrauens ist. Ein „geländesicheres“ Pferd ist ein unbezahlbarer Schatz. Wir geben dir Tipps, wie du dein Pferd auf unvorhersehbare Situationen im Wald oder im Straßenverkehr vorbereitest, damit jeder Ausritt zu einer sicheren Entspannungstour wird.

Bodenarbeit und Horsemanship

Bevor wir aufsteigen, verbringen wir viel Zeit am Boden. Bodenarbeit ist das ideale Werkzeug, um die Rangordnung zu klären, Zirzensik zu erlernen oder einfach die Kommunikation zu verfeinern. Durch Übungen an der Longe, Freiarbeit oder Gelassenheitstraining lernst du dein Pferd in allen Facetten kennen. Es ist oft erstaunlich, wie viel man über das Verhalten unter dem Sattel lernt, wenn man das Pferd einmal ohne Reitergewicht beobachtet. Bodenarbeit stärkt die mentale Verbindung und sorgt für Abwechslung im Stallalltag.

Gesundheit und Wellness: Verantwortung übernehmen

Ein glückliches Team aus Pferd und Reiter setzt voraus, dass beide gesund und leistungsfähig sind. Die Verantwortung für das Wohlergehen deines Pferdes liegt ganz bei dir. Das umfasst nicht nur die tägliche Fütterung und Pflege, sondern auch das Erkennen von feinen Signalen des Unwohlseins. Ein aufmerksamer Reiter bemerkt sofort, wenn das Pferd anders läuft, weniger frisst oder im Wesen verändert ist.

Ganzheitliche Pflege

Pferdepflege ist mehr als nur Putzen. Es ist eine Form der Massage und der tägliche Gesundheitscheck. Beim Striegeln kontrollierst du den Körper auf Verletzungen, Schwellungen oder Hautveränderungen. Die Hufpflege ist dabei besonders kritisch – „Ohne Huf kein Pferd“ ist eine alte, aber immer noch wahre Weisheit. Ein regelmäßiger Besuch vom Schmied oder Hufpfleger sowie vom Tierarzt für Impfungen und Zahnkontrollen gehört zum Pflichtprogramm für jeden verantwortungsbewussten Besitzer.

Die Fitness des Reiters

Oft vergessen wir in unserer Sorge um das Pferd unsere eigene Fitness. Doch Reiten ist Hochleistungssport. Wer selbst unbeweglich oder schwach in der Rumpfmuskulatur ist, kann das Pferd nicht optimal unterstützen. Ausgleichssport wie Yoga, Pilates oder gezieltes Krafttraining verbessert dein Körpergefühl und deine Ausdauer im Sattel. Nur wenn du selbst in Balance bist, kannst du von deinem Pferd dasselbe verlangen. Wir bei Reitguru motivieren dich, auch an deiner eigenen „Betriebstemperatur“ zu arbeiten, damit ihr als sportliches Team perfekt harmoniert.

Mentale Stärke und Motivation

Pferde sind Seelenspiegel. Wenn du gestresst, ängstlich oder wütend in den Stall kommst, wird dein Pferd darauf reagieren. Mentales Training ist daher ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung von Pferd und Reiter. Lerne, den Alltag am Stalltor abzugeben und dich ganz auf den Moment zu konzentrieren. Visualisierungstechniken können dir helfen, schwierige Lektionen oder Parcours sicher zu bewältigen. Ein positiv gestimmter Reiter zieht ein positiv gestimmtes Pferd nach sich. Inspiration findest du bei uns in zahlreichen Artikeln über die psychologischen Aspekte des Reitsports.

Ethik und Werte: Fairness im Fokus

In der heutigen Zeit wird der Reitsport kritischer hinterfragt denn je. Das ist gut so, denn es zwingt uns dazu, unsere Methoden ständig zu hinterfragen. Fairness gegenüber dem Pferd bedeutet, es nie als Sportgerät, sondern immer als Partner zu sehen. Das Training muss sich dem Pferd anpassen, nicht umgekehrt. Wir bei Reitguru stehen für einen gewaltfreien Umgang, der auf Freiwilligkeit und positiver Bestärkung basiert.

Es gehört Mut dazu, auch mal „Nein“ zu sagen – zum Beispiel, wenn der Boden zu hart ist, das Pferd einen schlechten Tag hat oder man selbst nicht in der richtigen Verfassung ist. Wahre Größe zeigt sich nicht in Siegen, sondern in der Fähigkeit, das Wohl des Tieres über den eigenen Ehrgeiz zu stellen. Diese Werte wollen wir gemeinsam mit dir leben und verbreiten. Denn nur ein faires Miteinander sichert die Zukunft unseres geliebten Hobbys.

Herausforderungen meistern: Wenn es mal nicht rund läuft

Jeder Reiter kennt sie: die Phasen, in denen nichts zu klappen scheint. Das Pferd ist widersetzlich, man stagniert im Training oder es gab einen Unfall, der das Vertrauen erschüttert hat. Das ist völlig normal und gehört zum Lernprozess dazu. Der Umgang mit Rückschlägen formt den Charakter und vertieft am Ende oft die Bindung, wenn man gemeinsam eine Lösung findet.

Wichtig ist es, in solchen Momenten Ursachenforschung zu betreiben. Hat das Pferd Schmerzen? Passt die Ausrüstung? Bin ich selbst zu ungeduldig? Oft hilft der Blick von außen durch einen kompetenten Trainer oder einen Osteopathen. Wir unterstützen dich mit Ratgebern zu Problemlösungen, damit du den Mut nicht verlierst. Denke daran: Jedes Problem ist eine Chance, eure Kommunikation zu verfeinern und noch besser aufeinander einzugehen.

Pferd und Reiter in der digitalen Welt: Hilfe durch Gadgets

Auch wenn der Kern des Reitens archaisch ist, bietet die moderne Technik tolle Möglichkeiten zur Unterstützung. Tracker, die den Takt und die Herzfrequenz messen, können helfen, das Training objektiver zu bewerten. Kamerasysteme ermöglichen eine Videoanalyse der eigenen Ritte, was oft mehr sagt als tausend Worte. Gadgets sind kein Ersatz für das Gefühl, aber sie können eine wertvolle Ergänzung sein, um blinde Flecken aufzudecken. Wir stellen dir regelmäßig die neuesten Innovationen vor, die den Stallalltag für Pferd und Reiter erleichtern und sicherer machen.

  • Regelmäßige Fortbildung durch Kurse und Fachliteratur.
  • Abwechslungsreiches Training für die Motivation des Pferdes.
  • Investition in hochwertige, passende Ausrüstung.
  • Achtsamkeit und Präsenz bei jedem Stallbesuch.
  • Geduld als wichtigstes Werkzeug der Ausbildung.

Die Reise als Team aus Pferd und Reiter endet nie. Es gibt immer etwas Neues zu lernen, eine Hilfe zu verfeinern oder einen gemeinsamen Moment zu genießen. Wir von Reitguru sind stolz darauf, Teil deines Weges zu sein. Lass dich von unseren Inhalten inspirieren, lerne aus unseren Ratgebern und vor allem: Genieße jede Sekunde mit deinem wunderbaren Partner Pferd. Denn am Ende des Tages sind es nicht die Schleifen oder die perfekt gerittenen Lektionen, die zählen, sondern das leise Schnauben und das Gefühl von purer Freiheit, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid.

Wie finde ich das richtige Pferd für mein reiterliches Können?

Die Suche nach dem passenden Partner ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Reiters. Sei ehrlich zu dir selbst bezüglich deiner Ambitionen und deines aktuellen Könnens. Ein Anfänger braucht ein erfahrenes „Lehrpferd“, das Fehler verzeiht und Sicherheit gibt. Ein ambitionierter Turnierreiter sucht vielleicht eher ein Pferd mit viel Potenzial, das jedoch eine sichere Hand benötigt. Nimm dir Zeit beim Probereiten, probiere das Pferd in verschiedenen Situationen aus (Halle, Gelände, Putzplatz) und ziehe immer einen erfahrenen Trainer oder Fachmann hinzu. Die Chemie muss stimmen – höre auf dein Bauchgefühl, aber lass den Kopf bei der gesundheitlichen Beurteilung (Ankaufsuntersuchung) nicht außen vor.

Wie oft sollte ich trainieren, um Fortschritte zu machen?

Fortschritt entsteht durch Kontinuität, aber auch durch die richtigen Regenerationsphasen. Für einen spürbaren Erfolg sind 3 bis 4 Trainingseinheiten pro Woche ideal. Dabei sollte das Training abwechslungsreich gestaltet sein: Dressurarbeit, Bodenarbeit, Stangenarbeit und Ausritte sollten sich abwechseln. Ein Pferd baut Muskeln in den Ruhephasen auf, nicht während der Belastung. Achte also darauf, dass dein Pferd auch Tage hat, an denen es einfach nur „Pferd sein“ darf, zum Beispiel auf der Koppel mit Artgenossen. Überforderung führt zu Frust und körperlichen Schäden, Unterforderung zu Langeweile und Muskulabbau. Die goldene Mitte ist der Schlüssel.

Was kann ich tun, wenn mein Pferd Angst im Gelände hat?

Angst im Gelände ist ein häufiges Thema, das das Team Pferd und Reiter stark belasten kann. Zunächst solltest du gesundheitliche Probleme (z.B. Augenlicht) ausschließen. Beginne das Training am Boden: Spaziergänge an der Hand stärken das Vertrauen und du kannst als souveräner Anführer vorangehen. Im Sattel hilft es oft, ein erfahrenes, gelassenes Begleitpferd mitzunehmen. Pferde orientieren sich stark an ihren Artgenossen. Bleibe selbst ruhig, atme tief und vermeide es, dich festzuhalten oder das Pferd mit den Beinen einzuklemmen, da dies deine eigene Angst signalisiert. Kleine Runden um den Stall, die man schrittweise erweitert, bauen das Selbstvertrauen für beide Seiten langsam wieder auf.

Warum ist Bodenarbeit für das Reiten so wichtig?

Bodenarbeit ist das Fundament der Kommunikation. Hier klärst du grundlegende Dinge wie Respekt, Vertrauen und die Reaktion auf feine Hilfen, ohne das Pferd durch dein Reitergewicht zu belasten. Du siehst die Bewegungsabläufe deines Pferdes direkt und kannst Schiefen oder Verspannungen besser erkennen. Übungen wie Führtraining, Rückwärtsrichten oder das Weichen vor Druck lassen sich am Boden oft viel klarer erklären. Ein Pferd, das am Boden aufmerksam und respektvoll mitarbeitet, wird diese Einstellung auch unter den Sattel übertragen. Zudem ist es eine wunderbare Möglichkeit, die Bindung zu stärken und das Pferd mental auszulasten.

Wie erkenne ich, ob mein Sattel noch richtig passt?

Ein unpassender Sattel ist eine häufige Ursache für Rittigkeitsprobleme. Achte auf Warnsignale: Weicht dein Pferd beim Satteln aus, drückt es den Rücken weg oder zeigt es beim Reiten Unwillen bei Galoppanhopsen oder Seitengängen? Optisch kannst du prüfen, ob der Sattel im Schwerpunkt liegt, ob die Wirbelsäule über die gesamte Länge frei ist und ob er beim Reiten nicht nach vorne oder hinten rutscht. Auch trockene Stellen im Schweißbild unter der Sattellage können auf zu hohen Druck hinweisen. Da sich die Muskulatur des Pferdes ständig verändert, solltest du mindestens einmal im Jahr einen professionellen Sattler beauftragen, die Passform zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Welche Ausrüstung braucht ein Reitanfänger zu Beginn wirklich?

Für die ersten Reitstunden musst du kein Vermögen ausgeben, aber die Sicherheit sollte nicht vernachlässigt werden. Ein zertifizierter Reithelm ist das absolute Muss. Viele Reitschulen verleihen Helme für den Anfang, aber ein eigener, perfekt passender Helm ist langfristig die bessere Wahl. Dazu benötigst du festes Schuhwerk mit einem kleinen Absatz (damit du nicht durch den Steigbügel rutschst) – Stiefeletten oder Gummireitstiefel sind ideal. Eine elastische Hose (anfangs reicht eine Leggings ohne dicke Nähte) verhindert Scheuerstellen. Sobald du dabei bleibst, sind eine echte Reithose und Handschuhe die nächsten sinnvollen Anschaffungen. Die restliche Ausrüstung für das Pferd wird in der Regel von der Reitschule gestellt.

Wie kann ich meinen Sitz verbessern, ohne ständig Unterricht zu nehmen?

Obwohl ein Trainer unerlässlich ist, kannst du viel für deinen Sitz tun. Videoanalysen sind hierbei extrem hilfreich: Lass dich beim Reiten filmen und vergleiche die Aufnahmen mit Lehrvideos oder Bildern von Profis. Achte auf deine Körperhaltung im Alltag – wer am Schreibtisch zusammengesackt sitzt, wird auch im Sattel Probleme mit der Aufrichtung haben. Ausgleichssportarten wie Pilates oder Yoga stärken die Tiefenmuskulatur, die für einen ruhigen Sitz entscheidend ist. Du kannst auch Trockenübungen auf einem Gymnastikball machen, um dein Becken beweglicher zu machen. Im Sattel hilft es, zwischendurch mal ohne Bügel zu reiten (nur im sicheren Rahmen!), um das Gleichgewicht unabhängig von den Stützen zu schulen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Osteopathen und einem Tierarzt?

Tierarzt und Osteopath ergänzen sich, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. Der Tierarzt ist für die medizinische Versorgung, Diagnostik (Röntgen, Blutbild), Impfungen und akute Krankheiten zuständig. Ein Osteopath oder Physiotherapeut konzentriert sich auf den Bewegungsapparat, löst Blockaden in den Gelenken und behandelt muskuläre Verspannungen. Wenn dein Pferd „taktunrein“ geht, sich auf einer Hand schlechter biegen lässt oder beim Putzen am Rücken empfindlich reagiert, ist ein Osteopath oft der richtige Ansprechpartner. Bei Lahmheiten, Entzündungen oder Fieber sollte jedoch immer zuerst der Tierarzt gerufen werden, um die Ursache medizinisch abzuklären.

Wie gehe ich mit Angst nach einem Sturz um?

Angst nach einem Sturz ist eine natürliche Schutzreaktion deines Körpers. Gehe geduldig mit dir um und setze dich nicht unter Druck. Beginne dort, wo du dich sicher fühlst – und wenn das nur beim Putzen oder beim Grasenlassen ist. Der Wiedereinstieg in den Sattel sollte in einer gewohnten Umgebung auf einem absolut verlässlichen Pferd stattfinden. Atme bewusst in den Bauch und setze dir winzige Ziele. Manchmal hilft es auch, mit einem Trainer darüber zu sprechen oder Mentaltraining in Anspruch zu nehmen. Das Wichtigste ist, die Freude am Pferd nicht zu verlieren. Die Sicherheit kommt mit der Zeit und positiven Erlebnissen Schritt für Schritt zurück.

Was macht eine gute Reitschule aus?

Eine gute Reitschule erkennst du zuerst am Zustand der Pferde. Sind sie gepflegt, gut genährt und wirken sie zufrieden? Haben sie ausreichend Auslauf und Sozialkontakt zu Artgenossen? Der Unterricht sollte in kleinen Gruppen stattfinden, und der Reitlehrer sollte individuell auf die Schüler eingehen, anstatt nur Kommandos zu rufen. Achte darauf, ob Wert auf das korrekte Putzen und Satteln gelegt wird – das gehört zur Ausbildung dazu. Sicherheit sollte großgeschrieben werden (Helmpflicht, korrekte Ausrüstung). Eine gute Reitschule vermittelt nicht nur das Reiten, sondern den ganzheitlichen, respektvollen Umgang mit dem Lebewesen Pferd.