Dein Kopf, dein Schutz: Warum der richtige Reithelm deine wichtigste Entscheidung im Sattel ist

Ein Reithelm ist weit mehr als nur ein vorgeschriebener Ausrüstungsgegenstand; er ist dein stiller Wächter und deine wichtigste Lebensversicherung bei jedem Ritt. Ob im wilden Galopp durch den Wald, beim präzisen Training im Viereck oder beim mutigen Satz über den Oxer – dein Kopf verdient den bestmöglichen Schutz. Bei Reitguru helfen wir dir, einen Helm zu finden, der nicht nur höchste Sicherheitsstandards erfüllt, sondern auch so komfortabel und schick ist, dass du ihn gar nicht mehr abnehmen möchtest.

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Sicherheit im Reitsport – So schützt dich ein Reithelm

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Die emotionale Verbindung: Sicherheit schenkt Freiheit

Wenn du den Stall betrittst, lässt du den Stress des Alltags hinter dir. Du atmest den Duft von Heu und Leder ein, spürst die sanfte Nüstern deines Pferdes an deiner Hand und weißt: Jetzt beginnt die Zeit der puren Freiheit. Doch diese Freiheit ist nur dann vollkommen, wenn du dich sicher fühlst. Ein hochwertiger Reithelm gibt dir genau dieses Gefühl von Geborgenheit. Er erlaubt es dir, dich ganz auf die Kommunikation mit deinem Pferd zu konzentrieren, weil du weißt, dass du im Falle eines Falles bestmöglich geschützt bist.

Wir alle wissen, dass Pferde Fluchttiere sind. Ein plötzliches Aufschrecken, ein kleiner Stolperer oder ein Moment der Unachtsamkeit können dazu führen, dass wir den Boden schneller berühren, als uns lieb ist. In solchen Augenblicken zählt jede Millisekunde und jede Schicht deines Helms. Es geht nicht nur darum, Verletzungen zu vermeiden, sondern darum, dass du nach einem Sturz wieder aufstehen und dein Leben mit den Pferden weiter genießen kannst. Ein Helm ist also auch ein Versprechen an dich selbst und an deine Liebsten: Ich passe auf mich auf.

Dabei hat sich die Welt der Reithelme in den letzten Jahren massiv gewandelt. Vorbei sind die Zeiten von klobigen, schweren „Eierschalen“, unter denen man unerträglich geschwitzt hat. Moderne Helme sind Meisterwerke der Ingenieurskunst und des Designs. Sie sind leicht, perfekt belüftet und so ästhetisch, dass sie dein Outfit krönen. Wenn du deinen Helm aufsetzt, sollte das kein lästiges Muss sein, sondern das Startsignal für dein nächstes Abenteuer.

Sicherheit auf dem Prüfstand: Was einen seriösen Reithelm ausmacht

Sicherheit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis strenger Kontrollen und innovativer Forschung. Wenn du dich für einen Reithelm entscheidest, solltest du keine Kompromisse eingehen. Ein seriöser Helm muss bestimmte Normen erfüllen, die garantieren, dass er unter extremen Bedingungen getestet wurde. Die aktuelle europäische Norm ist die VG1 01.040 2014-12. Helme mit diesem Prüfzeichen wurden auf Stoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit und die Stabilität der Kinnriemen geprüft.

Die Physik des Aufpralls verstehen

Was passiert eigentlich bei einem Sturz? Die Aufgabe des Reithelms ist es, die kinetische Energie des Aufpralls zu absorbieren und so die Wucht abzumildern, die auf dein Gehirn wirkt. Das Herzstück ist dabei die Innenschale aus EPS (expandiertem Polystyrol). Dieses Material besteht aus winzigen Luftperlen, die beim Aufprall zusammengedrückt werden. Dabei wird die Energie vernichtet – allerdings wird das Material dauerhaft verformt. Das ist auch der Grund, warum ein Helm nach jedem Sturz ersetzt werden muss, selbst wenn er äußerlich unbeschädigt aussieht.

MIPS: Eine Revolution für deinen Kopf

Vielleicht hast du schon einmal den Begriff MIPS gehört. Das steht für „Multi-directional Impact Protection System“. Herkömmliche Helme sind primär darauf getestet, einen geraden Aufprall abzufangen. Doch bei Stürzen vom Pferd prallt man oft in einem schrägen Winkel auf. Dabei entstehen Rotationskräfte, die das Gehirn im Schädel erschüttern können. Das MIPS-System besteht aus einer zusätzlichen, beweglichen Schale im Inneren des Helms. Sie erlaubt es dem Helm, sich beim Aufprall minimal zu drehen und so die gefährlichen Rotationsenergien umzuleiten. Für uns bei Reitguru ist dies ein Meilenstein in der Sicherheitstechnik, den wir jedem ambitionierten Reiter ans Herz legen.

Passform und Komfort: Der Helm muss zu dir passen

Ein Helm kann noch so sicher sein – wenn er nicht richtig sitzt, kann er seine Schutzfunktion nicht voll entfalten. Jeder Kopf ist individuell: Die einen haben eine eher ovale Kopfform, die anderen eine rundliche. Deshalb gibt es nicht „den einen“ Helm für alle. Ein guter Reithelm sollte deinen Kopf umschließen, ohne Druckstellen zu verursachen. Er darf beim Kopfschütteln nicht rutschen, auch wenn der Kinnriemen noch offen ist.

So findest du deine Größe

Um deine Größe zu ermitteln, nimmst du ein weiches Maßband und legst es etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen einmal waagerecht um den Kopf. Der gemessene Umfang in Zentimetern ist deine Helmgröße. Viele moderne Helme bieten zudem Verstellsysteme an, wie etwa ein Drehrad am Hinterkopf, mit dem du die Weite millimetergenau anpassen kannst. Das ist besonders praktisch, wenn du im Winter eine dünne Mütze unter dem Helm tragen möchtest oder deine Frisur variiert.

Das Belüftungssystem: Ein kühler Kopf für heiße Ritte

Nichts ist unangenehmer als ein Hitzestau unter dem Helm. Bei intensiver Arbeit im Viereck oder bei sommerlichen Ausritten leistet dein Körper Schwerstarbeit. Ein guter Reithelm verfügt über ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit Lufteinlässen an der Front und Auslässen am Hinterkopf. So entsteht ein konstanter Luftstrom, der die Wärme abtransportiert. Achte darauf, dass die Belüftungsgitter so fein sind, dass keine Insekten eindringen können. Ein kühler Kopf hilft dir zudem, dich länger zu konzentrieren und präzisere Hilfen zu geben.

Materialien und Konstruktion: Leichtgewicht trifft Widerstandskraft

Die Wahl der Materialien entscheidet über das Gewicht und die Langlebigkeit deines Helms. Man unterscheidet heute im Wesentlichen zwei Bauweisen: In-Mold und Hartschale (Hardshell).

  • In-Mold-Helme: Hier wird die Außenschale aus Polycarbonat direkt mit der EPS-Innenschale verschmolzen. Das Ergebnis ist ein extrem leichter Helm mit sehr schlankem Design. Diese Helme sind ideal für Reiter, die Wert auf Leichtigkeit und eine sportliche Optik legen.
  • Hartschalen-Helme: Diese bestehen aus einer robusten Außenschale (z.B. ABS-Kunststoff) und einer separat eingeklebten Innenschale. Sie sind etwas schwerer, aber oft noch widerstandsfähiger gegen punktuelle Belastungen und bieten Platz für komplexere Belüftungskanäle.
  • Hybrid-Helme: Sie kombinieren das Beste aus beiden Welten – eine Hartschale im oberen Bereich für maximalen Schutz und eine In-Mold-Konstruktion an den Seiten für geringeres Gewicht.

Zusätzlich kommen im High-End-Bereich Materialien wie Carbon oder Kevlar zum Einsatz. Diese Fasern sind extrem reißfest und ermöglichen es, Helme zu bauen, die federleicht und dennoch nahezu unzerstörbar sind. Bei Reitguru findest du eine Auswahl, die von soliden Einsteigermodellen bis hin zu technologischen Meisterwerken reicht.

Design und Ästhetik: Dein Style im Sattel

Früher war ein Reithelm ein rein funktionales Gerät. Heute ist er ein echtes Fashion-Statement. Dein Helm sollte deinen Charakter widerspiegeln und zu deinem restlichen Outfit passen. Ob du es eher klassisch-elegant, sportlich-modern oder glamourös magst – die Auswahl ist riesig.

Oberflächen und Akzente

Matte Oberflächen wirken oft sehr seriös und unauffällig, während glänzende Lackhelme im Dressurviereck für einen glamourösen Auftritt sorgen. Ein großer Trend sind Helme mit Glitzerelementen, Swarovski-Steinen oder Applikationen in Chrom und Roségold. Auch Materialien wie echtes Leder oder Alcantara werden verwendet, um dem Helm eine besonders edle Haptik zu verleihen. Ein schöner Helm steigert dein Selbstbewusstsein und sorgt dafür, dass du dich in deiner Haut rundum wohlfühlst.

Die Form des Schirms

Hast du schon einmal von „Polo-Visieren“ oder „Lady-Shields“ gehört? Das sind Reithelme mit einem besonders breiten Schirm. Sie sehen nicht nur sehr feminin und elegant aus, sondern haben auch einen praktischen Nutzen: Sie schützen dein Gesicht besser vor direkter Sonneneinstrahlung und verhindern, dass du geblendet wirst. Das ist besonders bei Ausritten in der Mittagssonne oder beim Springen auf Außenplätzen ein großer Vorteil.

Merkmal Vorteil Empfohlen für
Drehrad-System Individuelle Größenanpassung Allround-Reiter, Kinder
Herausnehmbares Futter Leichte Reinigung, Hygiene Vielreiter, Sommer-Training
Breites Visier Sonnenschutz, elegante Optik Dressurreiter, Damen
MIPS-Technologie Schutz vor Rotationskräften Sicherheitsbewusste, Springreiter

Pflege und Haltbarkeit: So bleibt dein Helm dein treuer Begleiter

Ein Reithelm ist ein Präzisionsinstrument und sollte auch so behandelt werden. Damit er dich lange sicher begleitet, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Lagere deinen Helm niemals in der prallen Sonne, zum Beispiel auf der Hutablage im Auto. Die UV-Strahlung und die Hitze können die Kunststoffe spröde machen und die Klebeverbindungen lösen. Ein kühler, trockener Ort in einer Schutztasche ist der ideale Platz für deinen Helm.

Hygiene ist wichtig

Beim Reiten schwitzen wir. Schweiß und Hautfette setzen sich im Innenfutter ab. Achte beim Kauf darauf, dass dein Helm über ein herausnehmbares und waschbares Innenfutter verfügt. So kannst du es regelmäßig bei 30 Grad in die Waschmaschine geben und hast immer ein frisches Gefühl auf dem Kopf. Die Außenschale reinigst du am besten einfach mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch. Verwende keine scharfen Reinigungsmittel, da diese den Kunststoff angreifen könnten.

Wann ist es Zeit für einen Neuen?

Ein Reithelm hat kein unbegrenztes Leben. Experten empfehlen, einen Helm etwa alle fünf bis sieben Jahre auszutauschen, auch wenn kein Sturz passiert ist. Die Materialien altern und verlieren mit der Zeit ihre dämpfenden Eigenschaften. Nach einem Sturz ist der Austausch zwingend erforderlich! Auch wenn du keine Risse siehst, können mikroskopisch kleine Schäden im EPS dazu führen, dass der Helm beim nächsten Mal nicht mehr schützt. Viele Hersteller bieten ein sogenanntes „Crash-Replacement-Programm“ an, bei dem du nach einem Unfall einen neuen Helm zu vergünstigten Konditionen erhältst.

Reithelme für Kinder: Die Kleinsten ganz groß schützen

Wenn Kinder mit dem Reiten beginnen, ist die Begeisterung oft grenzenlos. Doch Kinderköpfe sind besonders schutzbedürftig, da sie sich noch im Wachstum befinden. Ein Kinderreithelm muss besonders leicht sein, damit die Nackenmuskulatur nicht überlastet wird. Gleichzeitig sollte er „mitwachsen“ können. Systeme mit einem Drehrad sind hier ideal, da sie über mehrere Größen hinweg angepasst werden können.

Ganz wichtig bei Kindern: Der Helm muss gefallen! Ein Helm, den das Kind stolz trägt, weil tolle Farben oder Motive darauf sind, wird viel lieber aufgesetzt als ein langweiliges Modell. Wir bei Reitguru legen Wert darauf, dass Sicherheit von klein auf spielerisch und positiv besetzt wird. Achte darauf, dass der Helm die Stirn gut abdeckt und die Riemen so eingestellt sind, dass sie die Ohren umschließen, ohne zu drücken.

Disziplinspezifische Anforderungen: Dressur, Springen und Gelände

Je nachdem, was du mit deinem Pferd vorhast, können unterschiedliche Helmeigenschaften für dich wichtig sein. In der Dressur wird oft Wert auf eine sehr elegante, klassische Optik gelegt. Samtüberzüge oder dezente Lackakzente sind hier sehr beliebt. Beim Springen hingegen steht die Belüftung und die Stabilität bei schnellen Bewegungen im Vordergrund. Hier sieht man oft sportlichere Designs und Helme mit MIPS.

Vielseitigkeits- und Geländereiter greifen oft zu sogenannten „Cross-Country-Helmen“. Diese haben kein festes Visier, um bei einem Sturz im Gelände nicht hängenzubleiben oder das Genick zu überstrecken. Stattdessen tragen diese Reiter oft farbige Überzüge über dem glatten Helm. Egal für welche Disziplin dein Herz schlägt, die Grundregel bleibt: Der Helm muss perfekt passen und die aktuellen Normen erfüllen. Bei Reitguru findest du für jede Sparte des Reitsports den passenden Kopfschutz.

Warum du nicht am falschen Ende sparen solltest

Natürlich gibt es Reithelme in allen Preisklassen. Es ist verlockend, zu einem günstigen Modell vom Discounter zu greifen. Doch denke daran: Du hast nur einen Kopf. Teurere Helme bieten oft nicht nur ein schöneres Design, sondern investieren massiv in Forschung, bessere Belüftungssysteme und hochwertigere Materialien. Ein Helm, der 200 Gramm leichter ist, macht bei einem einstündigen Training einen riesigen Unterschied für dein Wohlbefinden.

Zudem ist der Service bei Markenherstellern oft besser. Ob es um Ersatzteile wie neue Innenfutter, Ersatzschirme oder die Beratung nach einem Sturz geht – Qualität zahlt sich langfristig aus. Betrachte den Kauf deines Reithelms als eine Investition in deine Leidenschaft und deine Gesundheit. Ein guter Helm begleitet dich über Jahre hinweg bei deinen schönsten Momenten im Sattel. Er ist ein treuer Gefährte, der im Hintergrund bleibt, bis er wirklich gebraucht wird.

Inspiration für den Kauf: Dein neuer Look wartet

Stell dir vor, du galoppierst über eine weite Wiese, der Wind weht dir um die Nase, und die Sonne spiegelt sich im edlen Dekor deines Helms. Du fühlst dich stark, sicher und einfach gut. Das ist das Erlebnis, das wir dir bei Reitguru ermöglichen wollen. Stöbere durch unsere Auswahl, vergleiche die Features und finde den Helm, der dein Reiterherz höherschlagen lässt.

Vielleicht ist es Zeit für einen Wechsel? Ein neues Design kann deine Motivation im Training beflügeln. Ein Helm mit besserer Belüftung macht den Sommer im Stall erträglicher. Oder ein Helm mit MIPS gibt dir endlich die Sicherheit zurück, die du nach einem Sturz vielleicht verloren hast. Wir laden dich ein, Teil der Reitguru-Gemeinschaft zu werden, in der Sicherheit und Stil keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen. Dein Pferd vertraut dir – vertraue du auf den besten Schutz für deinen Kopf.

  • Wähle einen Helm mit aktueller VG1-Norm.
  • Achte auf eine ergonomische Form für deinen Kopf (oval vs. rund).
  • Nutze Belüftungssysteme für maximalen Komfort.
  • Wasche das Innenfutter regelmäßig für optimale Hygiene.
  • Ersetze den Helm nach jedem Aufprall sofort.

Ein letzter Tipp von uns: Wenn du deinen Helm anprobierst, trage deine Haare so, wie du sie auch beim Reiten trägst (z.B. tiefer Pferdeschwanz). Das hat Einfluss auf den Sitz des Helms am Hinterkopf. Nimm dir Zeit für die Entscheidung. Dein perfekter Reithelm ist da draußen – und wir helfen dir, ihn zu finden. Genieße die Zeit mit deinem Pferd, sei mutig, sei leidenschaftlich, aber bleib vor allem sicher.

Wie finde ich die richtige Größe für meinen Reithelm?

Um die passende Größe zu ermitteln, benötigst du ein flexibles Maßband. Lege es etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen und knapp oberhalb deiner Ohren waagerecht um deinen Kopf. Der gemessene Umfang in Zentimetern entspricht deiner Helmgröße (z.B. 56 cm). Viele Helme decken einen Größenbereich ab (z.B. 55–57 cm) und lassen sich über ein Drehrad am Hinterkopf feinjustieren. Wenn du zwischen zwei Größen liegst, wähle im Zweifel das Modell, das sich durch Polster oder Verstellsysteme besser fixieren lässt, ohne zu drücken.

Wann muss ein Reithelm ersetzt werden?

Ein Reithelm sollte zwingend nach jedem Sturz ersetzt werden, bei dem der Kopf den Boden oder ein Hindernis berührt hat. Auch wenn äußerlich keine Risse sichtbar sind, kann die innere Dämpfungsschicht (EPS) komprimiert sein und bietet beim nächsten Aufprall keinen Schutz mehr. Ohne Sturz empfehlen Experten einen Austausch nach etwa fünf bis sieben Jahren, da die Kunststoffe durch UV-Strahlung, Schweiß und Temperaturschwankungen altern und spröde werden können.

Was ist der Unterschied zwischen einem teuren und einem günstigen Reithelm?

Alle in Europa verkauften Helme müssen die Mindestsicherheitsnorm VG1 erfüllen. Teurere Helme bieten jedoch oft zusätzliche Features wie die MIPS-Technologie für besseren Schutz bei Rotationskräften, hochwertigere Materialien (Carbon, Leder), ein ausgeklügelteres Belüftungssystem und ein geringeres Gewicht. Zudem ist bei Premium-Modellen oft das Design raffinierter und der Tragekomfort durch hochwertigere, waschbare Innenfutter höher. Auch die Ersatzteilversorgung (Visiere, Inlays) ist bei Markenherstellern meist besser gesichert.

Darf man unter dem Reithelm einen Zopf tragen?

Ja, aber die Frisur hat einen massiven Einfluss auf die Passform. Wenn du deine Haare zum Zopf bindest, sollte dieser sehr tief im Nacken sitzen, damit er nicht mit dem Verstellsystem oder der Helmschale am Hinterkopf kollidiert. Ein zu hoch angesetzter Zopf kann den Helm nach vorne in die Stirn drücken oder dafür sorgen, dass er nicht tief genug am Kopf sitzt. Probiere den Helm daher immer mit der Frisur an, die du auch im täglichen Training trägst.

Kann ich für das Reiten auch einen Fahrradhelm benutzen?

Nein, das solltest du auf keinen Fall tun. Reithelme und Fahrradhelme sind für völlig unterschiedliche Sturzszenarien konzipiert. Beim Radfahren fällt man meist nach vorne oder zur Seite auf harten Asphalt. Beim Reiten fällt man aus einer größeren Höhe, oft auf weicheren Sand oder Gras, und es besteht die Gefahr, dass das Pferd gegen den Kopf tritt. Reithelme sind darauf getestet, auch punktuellen Belastungen (wie einem Huftritt) standzuhalten und decken den Hinterkopf tiefer ab als die meisten Fahrradhelme.

Wie reinige ich meinen Reithelm am besten?

Die Außenschale deines Helms reinigst du am besten mit einem weichen Mikrofasertuch und lauwarmem Wasser. Bei hartnäckigem Schmutz kannst du eine milde Seifenlösung verwenden, aber vermeide aggressive Chemikalien oder Lösungsmittel, da diese den Kunststoff angreifen. Fast alle modernen Helme haben ein herausnehmbares Innenfutter. Dieses kannst du meist bei 30 Grad im Schonwaschgang in der Waschmaschine (Wäschenetz benutzen!) oder per Handwäsche reinigen. Lass den Helm und das Futter an der Luft trocknen, aber niemals direkt auf der Heizung.

Was bedeutet MIPS bei einem Reithelm?

MIPS steht für „Multi-directional Impact Protection System“. Es ist eine zusätzliche Schicht im Inneren des Helms, die sich bei einem schrägen Aufprall minimal bewegen kann. Ziel ist es, die Rotationsenergie abzufangen, die bei einem Sturz auf das Gehirn wirkt. Da man vom Pferd selten völlig gerade aufkommt, gilt MIPS als einer der wichtigsten Fortschritte in der Helmtechnologie, um das Risiko von schweren Gehirnerschütterungen und Langzeitschäden zu minimieren.

Gibt es spezielle Reithelme für Brillenträger?

Grundsätzlich können Brillenträger fast jeden Reithelm tragen. Wichtig ist jedoch, dass der Helm an den Schläfen nicht so eng sitzt, dass er die Brillenbügel gegen den Kopf drückt, was Kopfschmerzen verursachen kann. Helme mit einem Verstellsystem am Hinterkopf sind hier oft vorteilhaft, da man den Druck individuell regulieren kann. Achte bei der Anprobe darauf, dass du deine Brille problemlos auf- und absetzen kannst, während du den Helm trägst.

Warum haben manche Reithelme ein besonders breites Visier?

Reithelme mit einem breiten Visier (oft als „Lady-Shield“ oder Polo-Visier bezeichnet) werden immer beliebter. Neben dem modischen Aspekt bieten sie einen verbesserten Sonnenschutz für das Gesicht und die Augen. Das ist besonders vorteilhaft, um Blendungen zu vermeiden und die Haut vor UV-Strahlung zu schützen. Beim Springreiten bevorzugen manche Reiter jedoch eher klassische, kürzere Visiere, um ein maximales Sichtfeld nach oben zu behalten, wenn sie die nächste Wendung anvisieren.

Wie eng muss der Kinnriemen sitzen?

Der Kinnriemen ist essenziell, damit der Helm bei einem Sturz auf dem Kopf bleibt. Er sollte so fest sitzen, dass er nicht über das Kinn rutschen kann, aber so locker, dass du noch bequem schlucken und sprechen kannst. Als Faustregel gilt: Es sollten etwa ein bis zwei Fingerbreit Platz zwischen Riemen und Kinn sein. Achte auch darauf, dass die Riemendreiecke unter deinen Ohren korrekt platziert sind und nicht am Ohr reiben.