Reitsport erleben: Deine Reise in die Welt der Pferde bei Reitguru
Reitsport ist weit mehr als nur ein Hobby oder eine sportliche Betätigung; es ist eine Lebenseinstellung, die von tiefer Empathie, Disziplin und der unvergleichlichen Verbindung zwischen Mensch und Tier getragen wird. Bei Reitguru begleiten wir dich auf deinem Weg durch alle Facetten dieser faszinierenden Welt, von den ersten wackeligen Momenten im Sattel bis hin zur vollendeten Harmonie im Viereck oder im Gelände. Entdecke hier die Inspiration und das Fachwissen, das dich und dein Pferd zu einer unzertrennlichen Einheit verschmelzen lässt.
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Die Philosophie des Reitsports: Eine Partnerschaft auf Augenhöhe
Wenn wir über Reitsport sprechen, meinen wir den Dialog zwischen zwei Lebewesen, die ohne Worte kommunizieren. Es ist eine Kunstform, bei der das Pferd nicht als Sportgerät, sondern als sensibler Partner wahrgenommen wird. Diese Partnerschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen, das über Monate und Jahre hinweg wächst. Jeder Moment, den du mit deinem Pferd verbringst – sei es beim Putzen, bei der Bodenarbeit oder beim Ausritt – zahlt auf dieses Vertrauenskonto ein.
Der Reitsport lehrt uns Qualitäten, die weit über den Stallrand hinausreichen. Geduld ist vielleicht die wichtigste Lektion, die uns Pferde erteilen. Sie spiegeln unsere Emotionen ungefiltert wider; bist du gestresst, wird dein Pferd unruhig sein. Bist du gelassen und klar in deinen Signalen, wird es dir folgen. Diese emotionale Intelligenz zu entwickeln, ist eines der schönsten Geschenke, die der Reitsport für uns bereithält. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen – für ein Tier, das uns seine Kraft und seine Anmut schenkt.
Bei Reitguru glauben wir daran, dass Erfolg im Reitsport nicht an Schleifen oder Pokalen gemessen wird, sondern an der Zufriedenheit des Pferdes und dem Lächeln des Reiters. Wir möchten dich dazu inspirieren, jeden Tag ein bisschen besser zuzuhören, was dein Pferd dir sagen möchte. Denn wahre Meisterschaft zeigt sich in der Unsichtbarkeit der Hilfengebung und der Leichtigkeit der Bewegung.
Der Einstieg in den Reitsport: Aller Anfang ist voller Zauber
Der Weg in den Reitsport beginnt oft mit einem Kindheitstraum, doch er steht Menschen jeden Alters offen. Bevor du dich jedoch auf den Rücken eines Pferdes schwingst, gibt es grundlegende Dinge zu beachten. Die Wahl der richtigen Reitschule ist entscheidend für deine gesamte reiterliche Zukunft. Ein seriöser Betrieb zeichnet sich durch gut ausgebildete Schulpferde, qualifizierte Lehrkräfte und vor allem durch ein hohes Maß an Tierwohl aus.
Die Auswahl der passenden Reitschule
Achte bei deinem ersten Besuch darauf, wie die Pferde gehalten werden. Haben sie ausreichend Sozialkontakt und Auslauf? Wirken sie beim Putzen und Satteln entspannt? Ein guter Reitlehrer wird dir nicht nur zeigen, wie man die Zügel hält, sondern dir auch die Theorie hinter der Biomechanik des Pferdes erklären. Er wird dich dazu ermutigen, das Pferd als Individuum zu verstehen und nicht nur als Mittel zum Zweck. Reiten lernen bedeutet zu einem großen Teil auch „Pferdesprache“ lernen.
Die ersten Reitstunden und die Longe
Die ersten Stunden finden idealerweise an der Longe statt. Hierbei führt der Ausbilder das Pferd an einer langen Leine im Kreis, während du dich ganz auf deinen Sitz und dein Gleichgewicht konzentrieren kannst. Ohne dich um das Lenken kümmern zu müssen, entwickelst du ein Gefühl für die Bewegung des Pferdes in den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. Dieser Prozess ist essenziell, um einen unabhängigen Sitz zu erlangen, der das Pferd später nicht in seiner Bewegung stört.
Die Disziplinen des Reitsports: Vielfalt für jedes Reiterherz
Der Reitsport bietet eine beeindruckende Vielfalt an Disziplinen, die unterschiedliche Talente und Vorlieben ansprechen. Während die einen die Perfektion der Dressur suchen, finden andere ihr Glück im Adrenalin des Springreitens oder in der Freiheit des Westernreitens. Jede Disziplin hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Ausrüstung und ihre ganz speziellen Anforderungen an Pferd und Reiter.
| Disziplin | Fokus | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Dressurreiten | Gymnastizierung & Harmonie | Feine Hilfengebung, Lektionen wie Traversalen oder Piaffen. |
| Springreiten | Präzision & Mut | Überwinden von Hindernissen in einem Parcours auf Zeit und Fehlerfreiheit. |
| Westernreiten | Lässigkeit & Wendigkeit | Ursprünglich Arbeitsreitweise der Cowboys, einhändige Zügelführung. |
| Vielseitigkeit | Ausdauer & Vielseitigkeit | Kombination aus Dressur, Springen und einem Geländeritt. |
| Fahren | Kraft & Teamwork | Lenken eines Gespanns (ein- oder mehrspännig) vom Kutschbock aus. |
| Voltigieren | Akrobatik & Balance | Turnübungen auf einem an der Longe galoppierenden Pferd. |
Dressurreiten: Das Ballett der Pferde
Dressurreiten wird oft als die Basis für alle anderen Reitweisen bezeichnet. Es geht hierbei um die systematische Gymnastizierung des Pferdes, um es tragfähig und beweglich zu erhalten. Das Ziel ist ein Pferd, das freudig und ohne Widerstand den feinen Hilfen des Reiters folgt. In der hohen Schule verschmelzen Pferd und Reiter zu einer ästhetischen Einheit. Doch Dressur ist kein Selbstzweck; sie dient der Gesunderhaltung des Pferdes, indem sie ihm hilft, das Gewicht des Reiters korrekt über den Rücken zu tragen.
Springreiten: Wenn Adrenalin auf Präzision trifft
Im Springreiten geht es um Rhythmus, Distanzgefühl und Mut. Pferd und Reiter müssen als Team funktionieren, um einen Parcours fehlerfrei zu bewältigen. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Pferd mit gespitzten Ohren das nächste Hindernis anvisiert und in kraftvoller Manier abhebt. Diese Disziplin erfordert ein hohes Maß an Vertrauen, da das Pferd oft erst im letzten Moment entscheidet, wie es den Sprung angeht. Als Reiter ist es deine Aufgabe, dem Pferd den optimalen Weg und das passende Tempo vorzugeben.
Westernreiten: Ein Lebensgefühl im Sattel
Westernreiten hat seinen Ursprung in der Arbeit der Cowboys auf den Ranches Nordamerikas. Es zeichnet sich durch eine entspannte Haltung und die Impulsreitweise aus. Westernpferde wie Quarter Horses oder Paints sind oft besonders nervenstark und wendig. Disziplinen wie Reining (die Dressur des Westens) oder Trail (Überwinden von Hindernissen wie Toren oder Brücken) zeigen die enorme Vielseitigkeit dieser Reitweise. Es ist ein Sport, der sehr viel Wert auf eine lockere Kommunikation und die Eigenständigkeit des Pferdes legt.
Die Biomechanik verstehen: Wie das Pferd zum Träger wird
Ein Pferd ist von Natur aus nicht dazu gemacht, einen Menschen zu tragen. Sein Skelett und seine Muskulatur sind darauf ausgelegt, das eigene Körpergewicht zu stützen und den Kopf als Balancierstange zu nutzen. Im Reitsport ist es daher unsere Pflicht, das Pferd körperlich so vorzubereiten, dass es uns schadenfrei tragen kann. Dies geschieht durch den Aufbau der richtigen Muskulatur, insbesondere der Bauch- und Rückenmuskulatur.
Ein Schlüsselbegriff ist hier die „Skala der Ausbildung“. Sie ist das klassische Lehrsystem, das jedem Pferd hilft, unter dem Reiter ins Gleichgewicht zu finden. Die sechs Punkte der Skala – Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung – bauen logisch aufeinander auf. Wer diese Prinzipien ignoriert, riskiert langfristige gesundheitliche Schäden bei seinem Partner. Seriöser Reitsport bedeutet immer, pro Pferd zu entscheiden und das Training an die individuellen physischen Möglichkeiten des Tieres anzupassen.
Die Bedeutung der Dehnungshaltung
Bevor ein Pferd sich versammeln kann, muss es lernen, den Hals fallen zu lassen und den Rücken aufzuwölben. Die Dehnungshaltung („Vorwärts-Abwärts“) ist essenziell, um die langen Rückenmuskeln zu lockern und die Tragekraft zu entwickeln. Ein Pferd, das mit weggedrücktem Rücken und hoch erhobenem Kopf läuft, wird über kurz oder lang Schmerzen und Verschleißerscheinungen entwickeln. Achte in deinem Training immer darauf, ob dein Pferd zufrieden abschnaubt und den Kontakt zum Gebiss weich sucht.
Ausrüstung im Reitsport: Sicherheit und Komfort für beide
Die Wahl der richtigen Ausrüstung ist im Reitsport ein wesentlicher Faktor für Erfolg und Sicherheit. Dabei geht es nicht nur um die Ästhetik, sondern vor allem um die Funktionalität und die Passform. Ein unpassender Sattel kann beim Pferd zu massiven Schmerzen und Muskelatrophie führen, während ein minderwertiger Reithelm im Falle eines Sturzes kein ausreichender Schutz ist.
Sicherheit für den Reiter: Helm und Weste
Sicherheit sollte im Reitsport niemals verhandelt werden. Ein moderner Reithelm ist heute leicht, gut belüftet und erfüllt strengste Sicherheitsnormen. Er sollte bei jedem Aufsteigen Pflicht sein. Für das Reiten im Gelände oder beim Springen empfiehlt sich zudem eine Sicherheitsweste oder ein Rückenprotektor. Diese Gadgets haben sich in den letzten Jahren technisch enorm weiterentwickelt und bieten einen hohen Schutz bei maximaler Bewegungsfreiheit. Denke daran: Dein Leben und deine Gesundheit sind die Basis für dein Hobby.
Der Sattel: Die Schnittstelle zwischen Rücken und Reiter
Ein Sattel muss zwei Lebewesen gleichzeitig passen. Dem Pferd darf er nicht auf die Wirbelsäule oder die Schulter drücken, und dem Reiter muss er einen ausbalancierten Sitz ermöglichen. Es gibt Sättel für jede Disziplin: Tiefe Dressursättel für einen ruhigen Sitz, flachere Springsättel für den leichten Sitz oder bequeme Westernsättel für lange Ritte. Ein regelmäßiger Check durch einen qualifizierten Sattler ist unerlässlich, da sich die Muskulatur des Pferdes durch Training oder Futterzustand ständig verändert.
Zäumungen und Gebisse
Die Trense dient der feinen Verständigung. Es gibt hunderte verschiedene Gebissformen, von der einfachen Wassertrense bis hin zu komplexen Hebelgebissen. Die Regel sollte immer lauten: So sanft wie möglich, so deutlich wie nötig. Ein Gebiss ist nur so scharf wie die Hand, die es führt. Immer mehr Reiter entdecken zudem das gebisslose Reiten für sich, was ein hohes Maß an Vertrauen und eine feine Gewichtshilfe voraussetzt.
Bodenarbeit: Das Fundament am Boden legen
Reitsport findet nicht nur im Sattel statt. Bodenarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Ausbildung. Hier klärst du die Rangordnung, baust Vertrauen auf und gymnastizierst dein Pferd ohne das zusätzliche Gewicht des Reiters. Ob klassische Handarbeit, Longieren am Kappzaum oder Freiarbeit – die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Durch Bodenarbeit lernst du, die Körpersprache deines Pferdes viel präziser zu lesen. Du siehst, wie es sich bewegt, wo es vielleicht Blockaden hat und wie es auf deine Energie reagiert. Diese Erkenntnisse sind Gold wert, wenn du später wieder aufsteigst. Zudem bietet Bodenarbeit eine wunderbare Abwechslung im Stallalltag, die den Geist des Pferdes wach hält und Langeweile verhindert. Ein Pferd, das am Boden respektvoll und aufmerksam ist, wird dies auch unter dem Sattel sein.
Die Verantwortung des Pferdebesitzers: Gesundheit und Pflege
Ein Pferd zu besitzen bedeutet, die Verantwortung für ein hochsensibles Lebewesen für 20 bis 30 Jahre zu übernehmen. Dies umfasst nicht nur die Zeit im Stall, sondern auch das Management drumherum. Pferdepflege beginnt bei der täglichen Kontrolle auf Verletzungen und endet bei der optimalen Fütterung. Ein glänzendes Fell und wache Augen sind die besten Indikatoren für ein gesundes Pferd.
- Regelmäßige Impfungen und Wurmkuren schützen vor schweren Krankheiten.
- Der Hufschmied oder Hufpfleger sollte alle 6 bis 8 Wochen die Hufe korrigieren.
- Die Pferdezähne müssen einmal im Jahr kontrolliert werden, um Schmerzen beim Fressen und Reiten zu vermeiden.
- Eine bedarfsgerechte Fütterung mit ausreichend hochwertigem Raufutter (Heu) ist die Basis der Gesundheit.
Zudem ist die Wahl der Haltungsform entscheidend. Pferde sind Lauftiere und Herdenwesen. Eine Haltung in einer dunklen Box ohne Sozialkontakt entspricht nicht ihrer Natur. Offenställe, Paddock Trails oder Aktivställe bieten den Tieren die Möglichkeit, sich rund um die Uhr zu bewegen und mit Artgenossen zu interagieren. Ein ausgeglichenes Pferd ist im Reitsport ein sicherer Partner.
Mentales Training für Reiter: Den Kopf im Griff
Reitsport ist zu einem großen Teil Kopfsache. Angst, Leistungsdruck oder Unsicherheit übertragen sich sofort auf das Pferd. Viele Reiter leiden unter Prüfungsangst oder haben nach einem Sturz das Vertrauen verloren. Hier kann mentales Training helfen. Visualisierungstechniken, Atemübungen und ein positives Mindset sind Werkzeuge, die dich zu einem souveräneren Reiter machen.
Lerne, deine Emotionen im Stall zu kontrollieren. Dein Pferd hat keinen „schlechten Tag“, um dich zu ärgern; es reagiert meist nur auf deine Ausstrahlung oder auf physisches Unbehagen. Wenn du lernst, dich im Hier und Jetzt zu fokussieren, wird dein Reitsport eine meditative Qualität bekommen. Es ist der Moment, in dem alles andere unwichtig wird und nur noch du und dein Pferd zählen.
Die Kosten des Reitsports: Eine ehrliche Betrachtung
Reitsport gilt oft als elitär und teuer. Tatsächlich ist es ein kostenintensives Hobby, das man sich leisten können muss. Neben den Anschaffungskosten für das Pferd und die Ausrüstung laufen monatlich Fixkosten auf, die nicht unterschätzt werden dürfen. Stallmiete, Futterergänzungen, Reitunterricht und Versicherungen summieren sich schnell auf mehrere hundert Euro im Monat.
Zudem solltest du immer ein finanzielles Polster für Notfälle einplanen. Eine Operation in der Tierklinik kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Eine OP-Versicherung für Pferde ist daher eine sehr seriöse Empfehlung für jeden Besitzer. Wer kein eigenes Pferd finanzieren möchte, findet in Reitbeteiligungen eine wunderbare Möglichkeit, den Reitsport auszuüben, ohne die volle finanzielle Last zu tragen. Hier teilt man sich die Kosten und die Zeit mit dem Besitzer.
Nachhaltigkeit und Ethik im modernen Reitsport
Der moderne Reitsport steht unter Beobachtung der Öffentlichkeit. Themen wie Rollkur, zu früher Einsatz von Jungpferden oder mangelnde Haltungsbedingungen werden kritisch diskutiert. Als Reiter bei Reitguru ist es deine Aufgabe, als Vorbild voranzugehen. Ethik im Reitsport bedeutet, das Wohl des Pferdes über den eigenen Erfolg zu stellen. Dies fängt beim fairen Training an und hört bei der ökologisch nachhaltigen Bewirtschaftung von Weiden auf.
Inspirierend ist der Trend zu mehr Natürlichkeit. Gebissloses Reiten, Barhufpflege und pro-pferd-orientierte Ausbildungsmethoden gewinnen immer mehr Anhänger. Wir alle tragen dazu bei, dass der Reitsport auch in Zukunft eine gesellschaftliche Akzeptanz findet. Sei kritisch mit dir selbst und bilde dich ständig weiter. Das Pferd ist unser bester Lehrmeister – wenn wir bereit sind, zuzuhören.
Turnierport: Die Herausforderung im Rampenlicht
Für viele Reiter ist das Ziel der Turniersport. Es ist der Ort, an dem man sein Können unter Beweis stellt und sich mit anderen misst. Ein Turniertag erfordert enorme Organisation und Nervenstärke. Vom Einflechten der Mähne bis hin zur perfekten Präsentation im Viereck oder Parcours ist es ein langer Weg. Doch das Gefühl, eine fehlerfreie Runde gedreht zu haben, ist für viele das ultimative Highlight.
Wichtig ist jedoch, dass der Turniersport nicht auf Kosten des Pferdes geht. Die fremde Umgebung, der Transport und der Trubel auf dem Abreiteplatz bedeuten Stress für das Tier. Bereite dein Pferd behutsam auf diese Situationen vor. Ein guter Turnierreiter zeichnet sich dadurch aus, dass er auch bei einer schlechten Wertnote fair zu seinem Pferd bleibt. Die Schleife am Ende ist nur ein Stück Stoff; das Vertrauen deines Pferdes ist der wahre Gewinn.
Die Gemeinschaft im Reitsport: Stallleben und Freundschaften
Reitsport ist ein sozialer Sport. Im Stall triffst du Gleichgesinnte, mit denen dich die Leidenschaft für Pferde verbindet. Das Stallleben bietet Raum für fachlichen Austausch, gegenseitige Hilfe und tiefgehende Freundschaften. Gemeinsame Ausritte, Stallfeste oder Lehrgänge schweißen die Gemeinschaft zusammen. Es ist ein Ort, an dem soziale Unterschiede oft keine Rolle spielen, da alle das gleiche Ziel haben: Das Wohl ihrer Pferde.
Allerdings kann das Stallleben auch Herausforderungen mit sich bringen. Unterschiedliche Ansichten über Training oder Haltung führen manchmal zu Diskussionen. Hier ist Toleranz gefragt. Solange das Tierwohl gewahrt bleibt, gibt es viele Wege, die zum Ziel führen. Ein freundliches Miteinander sorgt dafür, dass der Stall ein Ort der Erholung bleibt, an dem man gerne seine Freizeit verbringt.
Was kostet der Einstieg in den Reitsport?
Der Einstieg in den Reitsport beginnt meist mit den Kosten für Reitstunden, die je nach Region und Stall zwischen 20 und 60 Euro pro Einheit liegen können. Zu Beginn benötigst du noch kein eigenes Pferd, aber eine Grundausstattung an Kleidung ist wichtig. Ein guter Reithelm (ab ca. 80 Euro), eine Reithose (ab ca. 50 Euro) und Stiefeletten mit Chaps (zusammen ca. 100 Euro) sind die ersten Investitionen. Wenn du dich später für ein eigenes Pferd entscheidest, solltest du mit Anschaffungskosten ab 5.000 Euro aufwärts rechnen, plus die monatlichen Fixkosten von etwa 400 bis 800 Euro.
Wie oft sollte man pro Woche reiten?
Für Anfänger ist ein- bis zweimal pro Woche ideal, um die Muskulatur an die neuen Bewegungen zu gewöhnen und das Erlernte zu festigen. Wer ernsthafte Fortschritte machen möchte, sollte etwa dreimal pro Woche trainieren. Wichtig ist jedoch die Abwechslung für das Pferd. Ein Pferd sollte nicht jeden Tag unter dem Sattel Schwerstarbeit leisten. Ein Mix aus Dressur, Springen, Gelände, Bodenarbeit und freien Tagen auf der Koppel sorgt für ein motiviertes und gesundes Pferd. Konstanz ist im Reitsport wichtiger als Intensität.
Ab welchem Alter können Kinder mit dem Reitsport beginnen?
Kinder können bereits sehr früh mit dem Kontakt zu Pferden beginnen. Viele Reitschulen bieten „Pony-Führerscheine“ oder spielerisches Ponyreiten ab ca. 4 Jahren an. Der richtige Reitunterricht, bei dem das Kind lernt, das Pferd eigenständig zu führen, beginnt meist ab 8 bis 10 Jahren. In diesem Alter ist die motorische Entwicklung und die Konzentrationsfähigkeit weit genug fortgeschritten. Es ist wichtig, dass Kinder ohne Druck und mit viel Spaß an das Lebewesen Pferd herangeführt werden.
Ist Reitsport gefährlich?
Wie jede Sportart mit Tieren und Geschwindigkeiten birgt auch der Reitsport gewisse Risiken. Pferde sind Fluchttiere und können unvorhersehbar reagieren. Statistisch gesehen passieren die meisten Unfälle jedoch nicht beim Reiten selbst, sondern im Umgang am Boden. Durch eine gute Ausbildung von Pferd und Reiter, das Tragen korrekter Sicherheitsausrüstung (Helm, Weste) und einen respektvollen Umgang lassen sich die Risiken jedoch massiv minimieren. Wissen schützt: Wer das Verhalten von Pferden versteht, kann Gefahrensituationen oft schon im Vorfeld erkennen.
Welches Pferd ist für Anfänger am besten geeignet?
Ein Anfängerpferd sollte vor allem eines sein: gelassen und gut ausgebildet. Man spricht oft von „Lehrmeistern“. Dies sind meist ältere Pferde, die die Fehler des Reiters geduldig ertragen und ihm Sicherheit geben. Rassen wie Haflinger, Norweger oder gutmütige Warmblüter sind oft beliebt. Wichtiger als die Rasse ist jedoch der individuelle Charakter und eine solide Grundausbildung. Ein nervöses oder sehr junges Pferd ist für einen Anfänger ungeeignet, da hier die Gefahr von Missverständnissen und Unfällen zu groß ist.
Warum ist Bodenarbeit für Reiter so wichtig?
Bodenarbeit ist die Basis für Vertrauen und Respekt. Sie hilft dem Reiter, die Rangordnung gewaltfrei zu klären und die Körpersprache des Pferdes zu verstehen. Viele Probleme unter dem Sattel lassen sich durch gezielte Übungen am Boden lösen. Zudem ist es eine hervorragende Methode, um das Pferd zu gymnastizieren, ohne es durch das Gewicht des Reiters zu belasten. Bodenarbeit fördert die Konzentration und bietet eine mentale Auslastung für das Pferd, was besonders an Tagen mit schlechtem Wetter oder bei leichteren Verletzungen eine tolle Alternative ist.
Wie finde ich eine gute Reitbeteiligung?
Eine gute Reitbeteiligung findest du meist über schwarze Bretter im Stall, Online-Portale oder soziale Medien. Sei ehrlich in deiner Anzeige bezüglich deines reiterlichen Niveaus. Ein Probereiten ist unerlässlich, um zu sehen, ob die Chemie zwischen dir, dem Besitzer und dem Pferd stimmt. In einer Reitbeteiligung geht es nicht nur ums Reiten, sondern auch um die Pflege und Zuverlässigkeit. Kläre im Vorfeld alle Details wie Kostenbeteiligung, Stallarbeit und Versicherungsschutz ab, am besten schriftlich in einem Reitbeteiligungsvertrag.
Was ist die Skala der Ausbildung?
Die Skala der Ausbildung ist das theoretische Fundament der klassischen Reitlehre. Sie besteht aus sechs Punkten: Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung. Diese Punkte bauen aufeinander auf und dienen als roter Faden für das Training jedes Pferdes. Das Ziel ist ein durchlässiges, im Gleichgewicht gehendes Pferd, das die Hilfen des Reiters unmittelbar annimmt. Die Skala ist ein Qualitätsmerkmal für gutes Reiten und dient der Gesunderhaltung des Sportpartners Pferd.
Warum schnauben Pferde beim Reiten ab?
Das Abschnauben ist für Reiter ein wunderschönes Signal. Es bedeutet, dass das Pferd sich entspannt und die Muskulatur sowie der Geist losgelassen sind. Oft geschieht dies nach einer anstrengenden Phase oder wenn eine Übung gut gelungen ist. Durch das kräftige Ausatmen durch die Nüstern löst das Pferd Spannungen im Kiefer und im Genick. Es ist ein Zeichen von Zufriedenheit und Wohlbefinden unter dem Reiter. Ein Pferd, das während der Arbeit regelmäßig abschnaubt, ist mental und physisch im „Flow“.
Welche Versicherungen braucht man im Reitsport?
Für Pferdebesitzer ist eine Pferdehaftpflichtversicherung absolut unverzichtbar. Sie deckt Schäden ab, die das Pferd Dritten gegenüber verursacht. Für den Reiter selbst ist eine private Unfallversicherung, die das Reiten explizit einschließt, sehr empfehlenswert. Zusätzlich entscheiden sich viele Besitzer für eine OP-Versicherung oder eine Krankenvollversicherung für das Pferd, um hohe Tierarztkosten abzufangen. Bei Reitbeteiligungen sollte geklärt sein, ob der Reiter über die Haftpflicht des Besitzers mitversichert ist oder eine eigene Versicherung benötigt.
