Die perfekte Schabracke für dein Pferd: Schutz, Komfort und purer Stil
Eine Schabracke ist weit mehr als nur ein modisches Accessoire unter dem Sattel; sie ist das funktionale Bindeglied zwischen deinem Pferd und seiner Ausrüstung. Sie schützt das empfindliche Leder des Sattels vor Schweiß, dämpft leichte Stöße ab und sorgt dafür, dass dein Pferd sich unter dem Reitergewicht rundum wohlfühlt. Bei Reitguru zeigen wir dir, wie du die ideale Unterlage findest, die technische Raffinesse mit deiner persönlichen Leidenschaft für den Reitsport verbindet.
Diese 6 Produkte dürfen bei der Pferdepflege nicht fehlen
Für diejenigen, die sie kennen, ist sie das Lieblingsaccessoire beim Reiten. Häufig wird daher eher...
Neue Reitsportmarke Stadtpferd sorgt für Hype um bunte Schabracken
Lange haben sie uns im Dunklen tappen lassen, doch nun haben wir heißes Insiderwissen über...
Welche Schabracke passt zu meinem Pferd?
Für diejenigen, die sie kennen, ist sie das Lieblingsaccessoire beim Reiten. Häufig wird daher eher...
Die beliebtesten Schabracken Marken
Für diejenigen, die sie kennen, ist sie das Lieblingsaccessoire beim Reiten. Häufig wird daher eher...
Schabracken Wissen: Die Funktionen einer Schabracke
Bei all den perfekt abgestimmten Pferde-Outfits dürfen wir eines nicht vergessen, nämlich den wirklichen Grund,...
Schabracken-Wissen: Was ist eine Schabracke?
Eine bestimmte Form der Sattelunterlage bezeichnet man als Schabracke. Sie wird unter den Sattel auf...
Die große Schabrackenumfrage 2020 von Stadtpferd.de
Für diejenigen, die sie kennen, ist sie das Lieblingsaccessoire beim Reiten. Häufig wird daher eher...
Basiswissen über Schabracken – das solltest du wissen
Für diejenigen, die sie kennen, ist sie das Lieblingsaccessoire beim Reiten. Häufig wird daher eher...
Die Schabracke als Herzstück deiner Reitausrüstung
Wenn du den Stall betrittst und dich auf das tägliche Training vorbereitest, ist der Moment des Sattelns ein ganz besonderes Ritual. Du legst die Schabracke behutsam auf den Pferderücken, streichst das Fell glatt und schaffst damit die Basis für eine harmonische Einheit. Die Schabracke, oft auch einfach als Sattelunterlage bezeichnet, hat in der modernen Reitlehre eine zentrale Bedeutung eingenommen. Während früher oft einfache Decken verwendet wurden, bieten heutige Modelle technologische Innovationen, die das Wohlbefinden deines Pferdes massiv steigern.
Es geht dabei nicht nur um die Optik, obwohl wir alle wissen, wie inspirierend ein perfekt abgestimmtes Set aus Schabracke, Bandagen und Fliegenhaube wirken kann. Es geht primär um Funktionalität. Dein Pferd leistet während der Arbeit Schwerstarbeit und produziert dabei Wärme und Schweiß. Eine hochwertige Unterlage muss in der Lage sein, diese Feuchtigkeit effizient vom Körper wegzutransportieren, um Hitzestaus und daraus resultierende Hautirritationen oder Muskelverspannungen zu vermeiden. Seriöse Reitsportbegeisterte wissen: Eine gute Schabracke ist eine Investition in die Gesundheit des Pferdes.
Bei Reitguru begleiten wir dich durch den Dschungel aus Materialien, Formen und Farben. Wir möchten, dass du eine Entscheidung triffst, die nicht nur dein Auge erfreut, sondern vor allem den Rücken deines Pferdes schützt. Denn nur ein Pferd, das sich unter der Ausrüstung frei und schmerzfrei bewegen kann, wird mit der Motivation und Freude mitarbeiten, die wir uns alle im Sattel wünschen.
Die Funktionen einer Schabracke im Detail
Warum legen wir eigentlich etwas unter den Sattel? Die Gründe sind vielfältiger, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Eine Schabracke erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben gleichzeitig. Erstens dient sie als Schutz für den Sattel. Hochwertige Sättel bestehen aus feinem Leder, das durch den aggressiven Pferdeschweiß mit der Zeit brüchig und hart werden kann. Die Schabracke saugt diesen Schweiß auf und bildet eine Barriere.
Zweitens bietet sie Schutz für das Pferd. Auch wenn ein Sattel perfekt angepasst ist, entstehen durch die Bewegung des Pferdes minimale Reibungskräfte. Die Schabracke polstert diese ab und verhindert Haarbruch oder Scheuerstellen. Drittens unterstützt sie die Druckverteilung. Besonders bei Modellen mit speziellen Einlagen oder Materialien wie Lammfell wird das Reitergewicht noch gleichmäßiger auf die tragfähige Muskulatur des Rückens verteilt.
Zusätzlich hat die Schabracke eine wichtige hygienische Komponente. Während man einen Sattel nicht einfach in die Waschmaschine stecken kann, ist dies bei Schabracken problemlos möglich. So stellst du sicher, dass dein Pferd immer auf einer sauberen Unterlage läuft, was besonders bei empfindlichen Pferden, die zu Talgdrüsenverstopfungen oder Satteldruck neigen, unerlässlich ist.
Materialkunde: Was liegt wirklich auf dem Pferderücken?
Die Wahl des Materials entscheidet maßgeblich über die Performance der Schabracke. Früher war Baumwolle das Maß aller Dinge, und auch heute ist sie aufgrund ihrer Hautfreundlichkeit und Saugfähigkeit noch immer sehr beliebt. Doch die Forschung im Textilbereich hat uns völlig neue Möglichkeiten eröffnet.
Baumwolle: Der zeitlose Klassiker
Baumwollschabracken sind atmungsaktiv, strapazierfähig und meist sehr pflegeleicht. Sie nehmen Schweiß gut auf, trocknen jedoch im Vergleich zu synthetischen Materialien etwas langsamer. Für das tägliche Training bei normaler Belastung sind sie oft die erste Wahl. Achte darauf, dass die Baumwolle hochwertig verarbeitet ist, damit sie auch nach vielen Wäschen ihre Form behält und nicht einläuft.
Microfaser und Mesh-Gewebe: Hightech für Sportler
Wenn du dein Pferd intensiv trainierst, besonders in den Sommermonaten oder in der Halle, sind Mesh-Materialien ein echter Gamechanger. Diese Stoffe sind so gewebt, dass die Luft zirkulieren kann. Schweiß wird nicht nur aufgesaugt, sondern aktiv nach außen geleitet, wo er verdunsten kann. Das hält die Sattellage kühler und beugt Überhitzung vor. Microfaser-Oberflächen haben zudem den Vorteil, dass sie oft schmutzabweisend sind und Haare nicht so stark haften bleiben.
Lammfell und Wolle: Natürliche Druckentlastung
Schabracken mit integriertem Lammfell oder Unterseiten aus Wolle sind der Inbegriff von Komfort. Lammfell besitzt die einzigartige Eigenschaft, Druckspitzen abzufangen und gleichzeitig temperaturausgleichend zu wirken. Entgegen der landläufigen Meinung ist Lammfell auch im Sommer hervorragend geeignet, da es ein Luftpolster bildet, das kühlt. Es ist die emotionalste Form der Polsterung – weich, natürlich und zutiefst wohltuend für den Pferderücken.
| Material | Vorteile | Idealer Einsatz |
|---|---|---|
| Baumwolle | Hautfreundlich, saugstark, günstig | Tägliches Training, Freizeit |
| Polyester/Mesh | Schnelltrocknend, atmungsaktiv, leicht | Intensiver Sport, Turniere, Sommer |
| Lammfell | Druckverteilend, temperaturausgleichend | Empfindliche Rücken, lange Ritte |
| Filz/Wolle | Sehr formstabil, stoßabsorbierend | Wanderritt, klassische Reitkunst |
Die Anatomie einer guten Schabracke: Passform ist alles
Eine Schabracke, die nicht passt, kann mehr Schaden anrichten als keine Unterlage. Bei Reitguru legen wir größten Wert darauf, dass du verstehst, worauf es bei der Anatomie ankommt. Das wichtigste Kriterium ist die Widerristfreiheit. Eine Schabracke darf niemals flach über den Widerrist gespannt sein, da dies zu schmerzhaftem Druck auf die empfindlichen Dornfortsätze führt.
Moderne Schabracken sind daher anatomisch geformt. Das bedeutet, sie haben eine geschwungene Rückenlinie, die dem Verlauf des Pferderückens folgt. Wenn du die Schabracke auflegst, musst du sie in die Kammer des Sattels „einkammern“. Eine gut geschnittene Unterlage bleibt dort liegen und rutscht nicht nach unten. Auch die Länge der Schabracke muss zum Sattel passen: Sie sollte vorne und hinten etwa zwei bis drei Fingerbreit unter dem Sattel hervorschauen, um sicherzustellen, dass die Kanten des Sattels nicht auf dem nackten Pferderücken reiben.
Die Steppung: Mehr als nur ein Muster
Hast du dich schon einmal gefragt, warum Schabracken gesteppt sind? Die Steppung (Quiltung) verbindet die verschiedenen Schichten der Schabracke (Oberstoff, Füllung, Innenfutter). Je kleiner die Steppung, desto formstabiler ist die Unterlage. Große Steppungen wirken oft weicher und dicker, können aber bei intensiver Nutzung eher zum „Wandern“ neigen. Die Steppung sorgt auch dafür, dass die Füllung beim Waschen nicht verrutscht oder verklumpt. Ob Rauten, Quadrate oder Wellen – die Steppung ist eine Kombination aus technischer Notwendigkeit und ästhetischem Anspruch.
Die verschiedenen Formen für jede Disziplin
Je nachdem, welchen Sattel du verwendest, benötigst du eine andere Form der Schabracke. Nichts sieht unprofessioneller aus und ist funktional problematischer als eine Dressurschabracke unter einem Springsattel oder umgekehrt. Die Form muss der Schnittführung der Sattelblätter folgen.
- Dressur (DL): Diese Schabracken sind lang und gerade geschnitten, passend zu den langen Sattelblättern eines Dressursattels. Sie betonen die Eleganz der Aufrichtung und bieten viel Platz für edle Bestickungen.
- Vielseitigkeit/Springen (VS/SR): Diese Modelle sind kürzer und nach vorne hin ergonomisch geschwungen (vorgebaut), um dem Vorwärtsdrall des Springsattels und der Winkelung des Reiterbeins gerecht zu werden.
- Pony (P): Speziell für die kleineren Sättel unserer Ponys entwickelt. Die Proportionen sind hier so gewählt, dass die Schabracke das Pony nicht „erschlägt“ und dennoch optimalen Schutz bietet.
- Islandpferd/Barock: Diese Spezialformen orientieren sich an den oft kürzeren oder runderen Sätteln dieser Disziplinen und unterstreichen das kulturelle Erbe dieser Reitweisen.
Das Design: Emotionen und Trends im Stall
Seien wir ehrlich: Eine Schabracke zu kaufen, hat viel mit Leidenschaft zu tun. Jede Saison bringen die großen Marken neue Kollektionen in atemberaubenden Farben heraus. Von klassischem Marineblau und edlem Bordeaux bis hin zu mutigen Trendfarben wie Salbei, Roségold oder schimmerndem Champagner – die Auswahl ist eine Inspiration für jeden Reiter.
In der modernen Reitmode ist „Matching“ das Zauberwort. Viele Reiter lieben es, die Schabracke farblich exakt auf ihre eigene Kleidung oder das restliche Equipment des Pferdes abzustimmen. Glitzernde Kordeln (Piping), Einfassungen aus Lackleder oder dezente Logos aus Swarovski-Steinen machen aus einem Gebrauchsgegenstand ein echtes Schmuckstück. Eine neue Schabracke kann deine Motivation für das Training beflügeln und dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn du dein Pferd fix und fertig gesattelt betrachtest. Es ist Ausdruck deiner Wertschätzung für deinen vierbeinigen Partner.
Technische Features: Anti-Slip und Schock-Absorption
In den letzten Jahren sind viele technische Features hinzugekommen, die früher Profis vorbehalten waren. Anti-Slip-Oberflächen aus Silikon verhindern, dass der Sattel auf der Schabracke rutscht. Dies ist besonders bei Pferden mit runder Rippenwölbung oder wenig Widerrist eine enorme Erleichterung. Die Schabracke liegt stabil, und du musst den Sattelgurt nicht unnötig fest anziehen.
Ein weiteres wichtiges Feature ist die Schock-Absorption. Einige Schabracken verfügen über integrierte Schichten aus Memory-Schaum oder speziellen 3D-Abstandsgeweben im Bereich der Sattellage. Diese schlucken Vibrationen und mildern die Einwirkung des Reitergewichts bei dynamischen Bewegungen wie dem Springen oder im Arbeitstrab ab. Seriöse Hersteller achten zudem auf eine wirbelsäulenfreie Zone, bei der das Material entlang der Wirbelsäule besonders dünn oder sogar offen gestaltet ist, um maximale Freiheit zu gewährleisten.
Pflegeanleitung: So bleibt deine Schabracke lange schön
Damit du lange Freude an deiner neuen Schabracke hast, ist die richtige Pflege unerlässlich. Schweiß, Talg und Haare setzen dem Material zu. Nach dem Reiten solltest du die Schabracke immer gut auslüften und trocknen lassen – hänge sie niemals in feuchtem Zustand in den Schrank, da dies Schimmelbildung und Gerüche begünstigen kann.
Bevor die Schabracke in die Waschmaschine wandert, solltest du die Haare so gut wie möglich mit einer Gummibürste oder einem Staubsauger entfernen. Das schont nicht nur deine Waschmaschine, sondern sorgt auch für ein saubereres Waschergebnis. Wasche Schabracken meist bei 30 Grad im Schonwaschgang. Verzichte auf Weichspüler, da dieser die Saugfähigkeit der Fasern zerstört und Hautirritationen beim Pferd hervorrufen kann. Nach dem Waschen solltest du die Schabracke im feuchten Zustand kräftig in Form ziehen. Trockne sie an der Luft – der Trockner ist für die meisten Materialien aufgrund der Hitzeentwicklung tabu.
Die richtige Schabracke für jede Jahreszeit
Wusstest du, dass man Schabracken saisonal anpassen kann? Im Sommer liegt der Fokus auf Kühlung und Feuchtigkeitstransport. Hier sind Mesh-Schabracken oder Modelle mit Cool-Dry-Futter unschlagbar. Sie verhindern, dass dein Pferd unter dem Sattel „kocht“ und fördern die Regeneration nach dem Training.
Im Winter hingegen, wenn viele Pferde geschoren sind, kann eine Unterlage mit Lammfell oder einer angerauten Unterseite zusätzliche Wärme spenden und die Muskulatur schneller auf Betriebstemperatur bringen. Auch reflektierende Schabracken für Ausritte in der Dämmerung sind ein wichtiges Sicherheitsfeature, das im Winter in keinem Stall fehlen sollte. Bei Reitguru findest du für jede Wetterlage die passende Antwort.
Nachhaltigkeit: Ein neuer Trend bei Sattelunterlagen
Immer mehr Reiter achten auf den ökologischen Fußabdruck ihrer Ausrüstung. Die Industrie reagiert darauf mit Schabracken aus recycelten Materialien, wie zum Beispiel Polyesterfasern aus alten Plastikflaschen oder biologisch angebauter Baumwolle. Auch die Verwendung von Kork oder Bambusfasern wird immer beliebter. Bambus ist nicht nur nachhaltig, sondern wirkt zudem natürlich antibakteriell und geruchshemmend – ein echter Mehrwert für die Stallhygiene. Wenn du dich für eine nachhaltige Schabracke entscheidest, tust du nicht nur deinem Pferd, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.
Wie platziere ich eine Schabracke korrekt unter dem Sattel?
Die korrekte Platzierung beginnt mit dem Auflegen der Schabracke weit vorne am Hals des Pferdes. Schiebe sie dann in Fellrichtung nach hinten an die gewünschte Position. Lege nun den Sattel vorsichtig auf. Bevor du gurtest, musst du die Schabracke vorne am Widerrist und hinten am Ende des Sattels kräftig nach oben in die Kammer ziehen. Dieser Vorgang wird „Ausklammern“ oder „Einkammern“ genannt. Es sollte ein deutlicher Tunnel über der Wirbelsäule entstehen, in den du bequem drei Finger schieben kannst. Nur so ist garantiert, dass die Schabracke während der Bewegung nicht stramm auf den Widerrist drückt. Achte auch darauf, dass die Gurtschlaufen der Schabracke korrekt am Sattel befestigt sind, damit nichts verrutscht.
Warum rutscht meine Schabracke beim Reiten nach hinten?
Das Rutschen der Schabracke kann mehrere Ursachen haben. Oft liegt es an einer mangelnden Widerristfreiheit der Schabracke selbst – wenn sie flach geschnitten ist, zieht die Bewegung des Pferdes sie automatisch nach unten und hinten. Eine weitere Ursache kann ein unpassender Sattel sein, der im hinteren Bereich „schwimmt“ oder vorne zu eng ist. Auch ein sehr glattes Fell des Pferdes (besonders nach der Verwendung von Glanzspray) kann das Rutschen begünstigen. In solchen Fällen helfen Schabracken mit Silikon-Grip-Oberflächen oder spezielle Anti-Rutsch-Pads. Überprüfe jedoch immer zuerst die Passform deines Sattels durch einen Fachmann.
Wie oft sollte ich eine Schabracke waschen?
Es gibt keine starre Regel, aber ein guter Indikator ist die Verschmutzung der Unterseite. Wenn die Schabracke durch getrockneten Schweiß hart und verkrustet wirkt, ist es Zeit für die Wäsche. Verkrustungen können wie Schmirgelpapier auf der Pferdehaut wirken und schmerzhafte Talgdrüsenentzündungen verursachen. Im Sommer, wenn das Pferd viel schwitzt, sollte die Schabracke häufiger gewechselt werden als im Winter. Viele Reiter nutzen eine Schabracke etwa drei bis fünf Mal, bevor sie gewaschen wird. Tipp: Besitze mindestens drei Schabracken – eine auf dem Pferd, eine im Schrank als Reserve und eine in der Wäsche.
Kann ich eine Dressurschabracke für einen Springsattel verwenden?
Davon raten wir bei Reitguru dringend ab. Eine Dressurschabracke ist gerade und lang geschnitten. Ein Springsattel hat jedoch weit nach vorne gezogene Sattelblätter. Wenn du eine Dressurschabracke unter einen Springsattel legst, wird das Sattelblatt vorne über die Kante der Schabracke hinausragen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern führt zu instabilem Halt und Druckpunkten an der Kante. Zudem ist die Dressurschabracke nach unten hin oft zu lang für den Springsattel, was die Einwirkung des Reiterbeins stören kann. Wähle immer die Form, die für deinen Satteltyp konzipiert wurde.
Was ist der Unterschied zwischen einer Schabracke und einer Satteldecke?
Der Hauptunterschied liegt in der Form und der Optik. Eine Satteldecke ist exakt so geschnitten wie der Sattel selbst und schließt fast bündig mit den Sattelblättern ab. Man sieht also kaum etwas von der Decke. Schabracken hingegen sind rechteckig oder quadratisch geschnitten und ragen deutlich unter dem Sattel hervor. Schabracken bieten dadurch mehr Schutzfläche für den Pferdekörper und mehr Platz für modische Gestaltungselemente. Während Satteldecken oft im Turniersport der klassischen Disziplinen oder bei Reitern, die eine sehr dezente Optik bevorzugen, genutzt werden, ist die Schabracke der absolute Standard im modernen Reitsportbedarf.
Ist Lammfell unter der Schabracke im Sommer zu heiß?
Nein, ganz im Gegenteil! Echtes Lammfell ist eine Naturfaser, die hervorragend atmet. Es besteht aus Millionen winziger Wollfasern, zwischen denen die Luft zirkulieren kann. Dieses Luftpolster wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Es nimmt Schweiß in großen Mengen auf, ohne sich nass anzufühlen, und leitet die Wärme ab. Ein Bein oder ein Rücken unter Lammfell bleibt oft kühler als unter synthetischen Materialien. Wichtig ist jedoch, dass es sich um echtes Fell handelt und nicht um synthetisches „Teddyfell“, da Kunstfasern die Wärme eher stauen.
Welche Schabracke eignet sich für Pferde mit hohem Widerrist?
Für Pferde mit hohem Widerrist (oft Vollblüter oder schmale Warmblüter) ist eine extrem anatomische Schnittführung unerlässlich. Suche nach Modellen, die im Bereich des Widerrists eine sehr hohe Kurve nach oben aufweisen. Einige Hersteller bieten sogar Schabracken mit einem „Schnitt im Widerrist“ an, bei dem das Material dort komplett unterbrochen oder mit einem sehr weichen, elastischen Stoff versehen ist. Diese Modelle lassen sich besonders weit einkammern und garantieren, dass kein Druck auf den empfindlichen Knochen entsteht. Vermeide flach geschnittene Billigmodelle, da diese zwangsläufig auf den Widerrist drücken werden.
Wie erkenne ich, ob eine Schabracke von minderwertiger Qualität ist?
Qualität zeigt sich in den Details. Achte auf die Nähte: Sind sie sauber verarbeitet oder stehen Fäden ab? Eine minderwertige Schabracke fühlt sich oft „labberig“ an und hat keine Eigenstabilität. Prüfe das Innenfutter – es sollte sich angenehm auf der Haut anfühlen und nicht wie billiges Plastik. Ein wichtiges Indiz ist auch die Füllung. Gute Schabracken haben eine Füllung aus Polyfill oder speziellem Schaumstoff, die auch nach dem Waschen nicht verklumpt. Günstige Modelle verlieren oft schon nach der ersten Wäsche ihre Form oder die Farben verblassen extrem schnell. Seriöse Marken investieren zudem in die Farbechtheit ihrer Stoffe, damit dein „Look“ lange erhalten bleibt.
Gibt es spezielle Schabracken für das Turnierreiten?
Ja, in der Turniermode gelten oft ungeschriebene Gesetze oder sogar feste Regeln der Leistungsprüfungsordnung (LPO). Klassischerweise reitet man auf Turnieren mit weißen Schabracken. Diese wirken besonders edel und heben die Eleganz von Pferd und Reiter hervor. Turnierschabracken sind oft besonders aufwendig verziert, zum Beispiel mit silbernen oder goldenen Kordeln oder dezentem Glitzer. In einigen Prüfungen ist auch das Sponsoren-Logo oder der Name des Reitvereins auf der Schabracke zu finden. Wichtig ist jedoch, dass auch auf dem Turnier die Passform und Funktionalität an erster Stelle stehen – ein weißer Fleck auf der Weste wäre ein wunder Rücken des Pferdes durch eine unpassende „Sonntagsschabracke“.
Warum haben manche Schabracken zwei Schlaufen und andere nur eine?
Die Schlaufen dienen der Fixierung am Sattel. Die obere Schlaufe (Strupfenschlaufe) wird meist an den Sattelgurtstrupfen befestigt. Früher waren diese Schlaufen oft lang und wurden durch alle Strupfen gezogen. Moderne Sättel haben jedoch oft kurze Strupfen, weshalb viele Schabracken heute kurze Schlaufen mit Klettverschluss haben, die nur am vorderen Bereich fixiert werden. Die untere Schlaufe (Gurtlage) dient dazu, den Sattelgurt durchzuführen, damit die Schabracke nicht nach hinten wegwandert. Hochwertige Schabracken bieten hier oft Verstärkungen aus Leder oder Kunstleder, da an dieser Stelle die größte Reibung durch den Gurt entsteht. Manche modernen Designs verzichten komplett auf die obere Schlaufe, wenn sie durch Silikon-Grip stabil genug liegen.
